Weingut Kloster Heilsbruck

Ansicht des Weinguts Kloster Heilsbruck

Kloster

Kloster

Shop

Shop

Weinprobe

Weinprobe

Feiern & Veranstaltungen

Feiern

Bilder vom Weingut Kloster Heilsbruck

Galerie

Kontakt

Kontakt

Wissenswertes über das Kloster Heilsbruck

Lernen Sie das Weingut Kloster Heilsbruck besser kennen - und staunen Sie über eine große Tradition, die noch heute unsere Arbeit bestimmt

Klosteranlage

Wenn Sie am Ortsausgang von Edenkoben die imposanten Klostermauern passiert haben, erwartet Sie das großzügige Entree des Weinguts Kloster Heilsbruck. Das Anwesen ist nur noch zum Teil von Klostermauern eingefasst, die darin enthaltenen Weinberge (Lage Klostergarten Heilsbruck) gehören zu einer der ältesten und exklusivsten Einzellagen der Region.
Weinranken bilden über dem Weg zum Klosterhof ein grünes Dach. Nachdem Sie rechterhand den Klostergarten passiert haben, öffnet sich der Klosterhof mit seinem 400jährigen Maulbeerbaum und gibt den Blick frei auf eine ehemalige Taufschale aus dem 16. Jahrhundert (in der heute Goldfische schwimmen...).

Grabplatten aus der Gründungszeit des Klosters deuten an, dass Sie hier auf historischem Boden unterwegs sind. Der älteste Teil der Klosteranlage umfasst die heutigen Weinkeller, denn bereits die erste angelegte Kirche gründete ungewöhnlicherweise auf einer Kelleranlage mit einem kreuzförmigen Grundriß.

Weinkeller Weingut Kloster Heilsbruck im 13. Jahrhundert

Die noch heute zu besichtigende Kelleranlage diente bereits den Zisterzienser-Nonnen zur Weinbereitung. Die Unterkellerung wurde 1533 handwerklich hochwertig mit freitragenden Wölbungen ausgeführt. Die bautechnische Lösung war für die damalige Zeit ungewöhnlich und galt als bautechnisches Ereignis.

Die über dem Keller befindliche Kirche wurde im 19. Jahrhundert abgetragen, von ihr zeugt heute nur noch der die Klosteranlage überragende ehemalige Seitenturm.

Räumlichkeiten

Refektorium

Erbaut 1540, ehemaliger Speisesaal des Klosters Heilsbruck, Säulensaal mit Kreuzgewölbe

Remise

Zum Hof bogenförmig geöffnete Remis für vielfältige Nutzung, wird in der Regel bei Veranstaltungen für Büfetts und Front Cooking genutzt.

Klosterhof

Großzügiger, sich nach Südwesten öffnender Hof inmitten der historischen Klostergebäude mit Blick auf Weinberge und Landschaft, ideal für große und kleine Gruppen

Scheune

Historische, steingemauerte Scheune mit Holzgebälk, Grundfläche ca. 11m x 7m

Weinkeller

Pittoresker historischer Weinkeller mit Kreuzgewölbe, einer der größten Holzfasskeller seiner Art

Klostergarten

Zur Zeit nicht bewirtschafteter alter Klostergarten

Geschichte

Der Zisterzienser-Orden

Als im Jahre 1262 das Kloster Heilsbruck von Zisterzienserinnen gegründet wurde, war der Orden der Zisterzienser bereits über 160 Jahre alt. Die Regeln des Ordens waren streng: Welt- und Selbstentsagung, ein Leben ausschließlich „von eigener Hände Arbeit“ keine Einnahmen aus Verpachtung und Zinsen. Doch auf diesen Grundlagen schufen die Zisterzienser überall in Europa landwirtschaftliche Musterbetriebe, sie förderten Obst- und Weinbau, Pferde-und Fischzucht, Bergbau und Wollhandel und trugen zur Verbreitung und Blüte hochmittelalterlicher Kultur bei. Auch der gotische Baustil, anfangs nur zögernd übernommen, fand nicht zuletzt durch sie in ganz Europa Verbreitung.

Gründung

Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts waren in Europa, nicht zuletzt aufgrund der Impulse des Heiligen Bernhard von Clairvaux (1090-1153), über 700 Zisterzienser-Klöster entstanden. Das Kloster Heilsbruck scheint die Stiftung des Würzburger Kanonikus Salomon zu sein. Der in Speyer geborene Geistliche und der vermögende Speyerer Bürger Elbewin Schwarz vermachten im Jahre 1230 ihre Besitzungen der Kirche, die zwei Jahre später den Bau eines Kloster begann. Das "erste" Kloster Heilsbruck wurde allerdings nicht am heutigen Ort erbaut, sondern in der Nähe des Dorfes Hardhausen, eine Stunde vom Bischofssitz Speyer entfernt. Es wurde von Nonnen aus dem im Elsaß gelegenen Kloster Königsbruck geführt.

Umzug nach Edenkoben

Lage, Ertrag und Versorgung des Klosters waren so ungenügend, das es 1262 an den heutigen Standort "am Gebirge" umgesiedelt wurde und großzügig mit Äckern, Weinbergen, Wiesen sowie Hoheits- und Vogteirechten ausgestattet wurde. Die Liegenschaften dienten ausschließlich dem Eigenbetrieb. Das Kloster erhielt darüber hinaus die Gerichtsbarkeit über die beiden Weiler Edenkoben und Wazzenhofen, in denen sich der Speyrer Bischof den Blutbann, das heißt die "peinliche" Gerichtsbarkeit ("peinlich" vom lat. "poena", übersetzt "Strafe") über Straftaten, die mit Verstümmelungen oder mit dem Tode bestraft werden konnten, vorbehielt.

Weingut Kloster Heilsbruck tischt auf!

Aufbau und Vergrößerung

Der Umfang und die stattliche Präsenz des ab dem Jahre 1262 aufgebauten Klosters läßt sich noch heute an den imposanten Einfassungsmauern ablesen. Die Zisterzienserinnen schufen nun unter ihren Äbtissinen ein erfolgreiches Klosterleben, man erwarb und verkaufte diverse Güter im Umkreis und erhielt weitere Patronatsrechte samt dem dortigen Zehnten (Burrweiler, Maikammer, Winden). 1281 stellte Kaiser Rudolph von Habsburg das Kloster aufgrund der "vorzüglichen Sittenreinheit" seiner Bewohnerinnen unter den Schutz des römischen Reiches, 1339 erneuerte der Kaiser Ludwig der Bayer die Freiheiten und Rechte des Klosters.

Blütejahre

Die Klosterschwestern bewirtschafteten wahrscheinlich außerdem verschiedene Klosterhöfe (Grangien) in der Umgebung, erhielten Schenkungen und fromme Stiftungen. Anhand der Lagerbücher lassen sich um 1500 für das Kloster Heilsbruck der Besitz von Höfen und Gütern in 46 Ortschaften nachweisen, das Kloster Heilsbruck war demnach kein 'armes' Kloster:

Der wirtschaftliche Einfluß der Heilsbrucker Cistercienserinnen stand bezüglich des Weinbaus und der landwirtschaftlichen Tätigkeit keinesfalls hinter dem der geistlichen Brüder an anderen Orten zurück." (L. Braun, S. 33)

Bauernkrieg

Nach langen Zeiten der Blüte und einem über Jahrhunderte erreichten Höchststand klösterlicher Weinkultur wurde auch das Kloster Heilsbruck in den Jahren der deutschen Bauernkriege (seit 1524) von den gegen die ungerechte Lastenverteilung der Ständegesellschaft revoltierenden Bauern in der Osterwoche 1525 geplündert und verwüstet. Die folgenden Jahrzehnte standen im Zeichen der Wiederherstellung des klösterlichen Lebens, doch der Verfall des Klosters war auch aufgrund starker Verschuldung nicht mehr aufzuhalten. Im Jahr 1560 befahl Friedrich III. von der Pfalz, ein überzeugter Anhänger der Reformation, die Auflösung des Klosters. Das klösterliche Leben fand in Heilsbruck damit zunächst ein Ende, Güter und Erträge wurden der kurfürstlichen Verwaltung zugeschlagen.

Dreißigjähriger Krieg

Während des Dreißigjährigen Krieges konnte die Pfalz von den Anhängern der Reformation nicht gehalten werden, Friedrich V. verlor am 23. Februar 1623 die Kurwürde an Maximilian von Bayern, einen Wittelsbacher und Führer der katholischen Liga. Erneut wurde die Gegend katholisch, gemäß dem zuvor im Augsburger Religionsfrieden formulierten Grundsatz cuius regio, eius religio: Wer die Herrschaft hat, bestimmt die Glaubensrichtung seiner Untertanen. Urkunden schildern eine "Wiederbesetzung" des interimistisch von Jesuiten verwalteten Klosters im Jahre 1646 durch die Äbtissin Margaretha Cordula. Sie verwies die Jesuiten des Hauses und ergriff durch dreifaches Berühren des Altars von allen Rechten Besitz. Lorenz Braun, ehemaliger Verwalter des Klosters Heilsbruck, schreibt in seiner Chronik:

Diese Rückholung muß nicht ganz ohne Komplikationen vonstatten gegangen sein, denn in der Urkunde heißt es, dass die sich der Übergabe verschließenden Jesuiten mit allem Respekt am Arm vor das Kloster geführt wurden. (L. Braun, S. 20).

Mit dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648 wurde das Kloster wieder der Kurpfalz zugesprochen, der Orden der Äbtissin mußte das Kloster wieder abgeben, die Einkünfte des Gutes fielen ab jetzt der Kirchengefälle-Verwaltung in Heidelberg zu. Das klösterliche Leben verschwand aus den Mauern von Heilsbruck, doch das Weingut Heilsbruck blieb erhalten.

Weingut Kloster Heilsbruck

Die Erträgnisse des Weinguts Kloster Heilsbruck fielen der Kurpfälzischen Herrschaft zu, die durch sogenannte Schaffner vertreten wurde. Das Weingut selbst wurde verpachtet. Im 17. und 18. Jahrhundert finden sich unter den Namen der Klosterbewohner auffällig viele Schweizer Namen; der Blutzoll des Dreissigjährigen Krieges führte offenbar zu einer vermehrten Einwanderung aus der Schweiz, um das Leben in der Gegend wieder in normalem Umfang stattfinden zu lassen. Im Verlauf der Napoleonischen Kriege fielen die gesamten linksrheinischen Gebiete und damit auch die heutige Pfalz an Frankreich. Die pfälzischen Territorien wurden mit Rheinhessen im neugebildeten Département Donnersberg zusammengefasst und spätestens ab 1802 als integrierter Bestandteil des französischen Staates verwaltet. Damit galt übrigens auch für die Pfalz der Republikanische Kalender der Französischen Revolution. Nach dessen Zählung am 1. Prairial des Jahres XIII (21. Mai 1805) wurde das Gut Kloster Heilsbruck in Mainz von den Landauer Bürgern Louis Keller und Georg Albert Mayer ersteigert, zu diesem Gut gehörten

Pachtgebäude, Hof, Scheuer, Kellerhaus, eine alte Kirche, ein Teil vom Kreuzgang, das Klostergebäude, Weinberge, Wiesen, Garten und Zubehörden des sogenannten Heiligbrucher Klosters... (L. Braun, S. 37)

Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wechselten die Pächter und Besitzer mehrmals, 1898 erwarb die Kaufmannsfamilie Ueberle und Ritzhaupt das Kloster, heute wird es von einem Nachfahren der Familie Ueberle geleitet, dem Winzer Jacob Sulzer.
Seit 2005 stellen wir unsere Weine nach der EG-Íko-Verordnung her, wir sind ein Bio-Betrieb mit der EG-Kontrollnummer D-RP-006-15179-ABD.

Quellen

Impressum | AGB | Weingut Kloster Heilsbruck | Klosterstraße 170 | 67480 Edenkoben | Tel. 06323 2883 | Fax 06323 4293 | info@klosterheilsbruck.de